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Neubau LOTTO Sportinternat und eine Sporthalle der Akademie des Sports

Bauzeit: 2008 – 2010, Eröffnung im August 2010

Kosten (Stand 8/2011): rund 15,2 Mio. Euro (ink. Darlehen, Eingenmittel,Sponsoren)

Der 36. Landessporttag des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen sich hat 2008 für den Neubau auf dem Erbbaugrundstück des LSB im Sportpark Hannover ausgesprochen, um den Spitzensportstandort Niedersachsen langfristig durch eine Vergrößerung des Sportinternates abzusichern und einen Ersatz für eine baufällige Sporthalle der Akademie des Sports für den Sportbetrieb der LSB-Mitglieder zu schaffen. Im LOTTO Sportinternat leben inzwischen Nachwuchstalente dieser neun Landesfachverbände: Handball Verband Nds., Nds. Judo-Verband, Landesschwimmverband Nds., Landesruderverband Nds., Nds. Leichtathletik Verband, Nds. Tennisverband, Tischtennis-Verband Nds. und Nds. Turner-Bund, Behinderten Sportverband Nds.

Der LSB setzt sich für eine sozial gerechte, dauerhaft umweltverträgliche und wirtschaftlich nachhaltige Sport- und Vereinsentwicklung im Sinne der Agenda 21 ein (LSB-Satzung § 2.8)
Deshalb prüft er seine Projekte und Ziele darauf, ob die Folgen von Betroffenen und Beteiligten verantwortlich und dauerhaft getragen werden können.
Deshalb hat der LSB den Neubau als Passivhaus mit ganzheitlichem Gebäudekonzept realisiert. Fachplaner des LSB war das Architektur- und TGA Planungsbüro Carsten Grobe in Hannover.
Deshalb
hat der LSB die Fachbroschüre „LOTTO-Sportinternat als Passivhaus: Nachhaltigkeit beim Sportinternatsbau“ mit detaillierten Informationen zur Bauplanung und -durchführung erstellt, um künftige Bauherren zu ermutigen, nachhaltig zu bauen. Die Broschüre konnte mit finanzieller Unterstützung des Bundesumweltministeriums im Rahmen der DOSB-Klimaschutzinitiative realisiert werden.

Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit prägen Bauplanung und -durchführung:
Die Außenanlagen wurden als Sport- und Aufenthaltsareal mit standortgerechter Bepflanzung konzipiert. Das flexible Nutzungskonzept des Gebäudes ermöglicht auch einen Umbau z.B. in ein Bettenhaus oder Bürogebäude. Eine Projektgruppe mit Generalplaner, den Fachplanern und dem Bauherren begleitete die Bauphase, die von einer energiesparenden und klimaschonenden Bauweise geprägt war. Bei einem Workshop mit den künftigen Bewohnern wurden deren Wünsche ermittelt und in die Raumplanung einbezogen (z.B. ausreichende Staufläche für Sportschuhe in den Räumen).

Besondere Merkmale:

l ökologische Dämm-Werkstoffe: Schaumglasschotter unter der Bodenplatte, 30 cm dicke Mineralwollelamellen an der Außenfassade oder Mineralschaumplatten auf dem Dach

l Holz/Alu-Fenster mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung

l Erdreichwärmetauscher unter der Bodenplatte, Betonkernkühlung mit Zuluft für Belüftung, Beheizung und Kühlung (Bauteilaktivierung)

l Solarthermie und Photovoltaik

l tageslichtgesteuerte Beleuchtung

l komplett behindertengerecht

Der Neubau hat Modellcharakter im Sportstättenbau, weil er für die Nutzer, den LSB, die Umwelt und die Gesellschaft ein Gewinn ist.

l Ein 3-Jahre-Monitoring und Nutzerbefragungen kontrollieren den Betrieb, die Leistung, die Akzeptanz, die Funktionsfähigkeit

l Einsatz von drei Heizwärmeverteilsystemen zur Erprobung des Modellprojektes für andere Bauherren

l Messtechnische Erfassung der Anlagentechnik

l Einrichtung einer Stelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Sport, um das Betreuerteam bei der Planung umweltpädagogischer Freizeitaktivitäten


Da der Neubau erst seit August 2010 in Betrieb ist, lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt (August 2011) noch keine abschließenden Aussagen zum Heizwärmeverbrauch machen.

Die Fachbroschüre und weitere Informationen erhalten Sie beim LandesSportBund Niedersachsen.


Ansprechpartner für das Projekt:

LandesSportBund Niedersachsen e.V.
Bezug der Broschüre: Stabsstelle Verbandskommunikation
info(at)lsb-niedersachsen.de

Fachfragen: Frank Bredthauer
fbredthauer(at)lsb-niedersachsen.de