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„Nachhaltiger Sportstättenbau - gute Beispiele aus der Vereinspraxis"

Zunehmend übernehmen Sportvereine Verantwortung für den Betrieb und Erhalt von Sportstätten, indem sie von den Kommunen die Schlüsselgewalt oder die Betriebsverantwortung übernehmen oder sogar Eigentümer ehemals kommunaler Sportstätten werden. Sie engagieren sich darüber hinaus aber auch immer häufiger beim Umbau- und Neubau von Sporträumen, besonders wenn es um die Schaffung von bedarfsgerechten Räumen z.B. für Angebote im Gesundheitssport oder im Sport mit Älteren geht. Hier scheinen es gerade die Sportvereine zu sein, die besonders innovativ und zukunftweisend sind. Dabei brauchen die Vereine Unterstützung – finanzielle Förderungen, aber auch Informationen zu den sich bietenden Möglichkeiten und Unterstützung bei der Planung und Realisierung von Bauprojekten. Dies gilt umso mehr, wenn Nachhaltigkeitsaspekte verstärkt Berücksichtigung finden sollen.

Die Durchführung einer Informationsveranstaltung zum Thema nachhaltiger Sportstättenbau in Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden in NRW als Teil der Kampagne des Landessportbundes NRW für mehr Klimaschutz im Sportverein ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg.

Den inhaltlichen Schwerpunkt der Veranstaltung bildeten Best-Practice-Beispiele aus dem kommunalen Sportstättenbau ebenso wie vereinsgetragene Beispiele.

Die Anforderungen an Neubauten sind in Deutschland aufgrund der gesetzlichen Vorgaben (EnEV, EEWärmeG) auf einem hohen Standard. Ein Ziel des Projekts war es, durch die Bekanntmachung von Praxis-Beispielen zu verdeutlichen, dass die Schaffung attraktiver und bedarfsgerechter Sportstätten und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Klimaschutz im Sport miteinander vereinbar sind und zu zeigen, dass die freiwillige Umsetzung über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehender Standards z.B. durch Passivhaus-Bauweise ein Gewinn für die Umwelt ist, ohne ökonomisch unverantwortbar zu sein.
Bewusst wurden sowohl Neubaumaßnahmen als auch Sanierungen im Bestand präsentiert, um deutlich zu machen, dass unabhängig von der Ausgangssituation differenzierte Möglichkeiten der Verbesserung der Energieeffizienz bestehen. Höchste Standards wirken jedoch oft auch abschreckend. Um dies zu vermeiden, reichen die präsentierten und dokumentierten Beispiele deshalb vom Plus-Energiestandard über das Erreichen und knapp Verfehlen des Passivhausstandards bis zur Vorstellung von abgestimmten Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energiesituation. Es wurden bewusst auch Möglichkeiten zur Verbesserung der energetischen Situation von bestehenden Sportstätten in kleineren Schritten aufgezeigt.
Der vorgestellte Öko-Scheck des Landessportbund NRW bietet die Grundlage für eine gezielte Weiterentwicklung vorhandener Sportstätten unter dem Gesichtspunkt der Ressourcenschonung und Kostenvermeidung.

Die Inhalte der Veranstaltung wurden in einer Broschüre umfassend dokumentiert. Diese enthält darüber hinaus die Beschreibung eines weiteren, nach der Veranstaltung bekannt gewordenen Beispiels einer kommunalen Sporthalle, bei der besonderer Wert auf eine umweltgerechte und zugleich kostenbewusste Bauweise gelegt wurde und enthält einen Aufruf, dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen weitere gute Beispiele mitzuteilen. Eine Online-Version der Broschüre ist im Internetportal des Landessportbundes NRW (www.lsb-nrw.de ) zum Download bereitgestellt. Bestellungen der Broschüre unter: anja.bartsch(at)lsb-nrw.de

 

 

 

Ansprechpartner für dieses Projekt:

Landessportbund Nordrhein-Westfalen

Aachim Haase

achim.haase(at)lsb-nrw.de