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Auch in Vereinsgaststätten, bei Wettkämpfen und Vereinsfesten lässt sich einiges für den Klimaschutz tun. Und das muss sich nicht einmal auf die Bewirtungskosten niederschlagen.

Eine nachhaltige Bewirtung beginnt bereits bei der Lebensmittelbeschaffung. Denn wer beim Speiseangebot auf saisonale und aus regionalem Anbau stammende Produkte setzt und diese, wenn möglich, direkt beim Bauern kauft, kann seinen Gästen nicht nur eine frische und aromatische Küche bieten. Er tut auch etwas für den Klimaschutz, weil lange Transportwege vermieden und der CO2-Ausstoß damit so gering wie möglich gehalten wird. Ein weiterer Vorteil regionaler Produkte ist die zumeist höhere Transparenz hinsichtlich Herstellung und Produktion.

Auch mit dem Bio-Siegel ausgezeichnete Lebensmittel sind eine gute Wahl, schließlich entstehen durch den Verzicht auf synthetische und chemische Dünger automatisch weniger CO2-Emissionen. Zwar liegen Bioprodukte häufig über dem Preis von Lebensmitteln ohne Kennzeichnung. Sparen lässt sich hier jedoch, indem man beispielsweise auf die mittlerweile von vielen Discountern eingeführten Bio-Produktreihen zurückgreift. Ebenso sollte beim Einkauf von Fleisch, Milchprodukten und Eiern auf artgerechte Haltung geachtet werden. Gutes tut auch, wer bei bestimmten Lebensmitteln wie Kaffee, Tee oder Bananen auf das „Fairtrade“-Siegel achtet, denn der Erlös wird in den Herkunftsländern immer öfter auch für Klimaschutzprojekte eingesetzt.

Wo Speisen zubereitet und Gäste bewirtet werden, fällt natürlich auch jede Menge dreckiges Geschirr an. Um auch hier möglichst energieeffizient und klimaschonend zu arbeiten, sollten beim Kauf von Herd, Gefrier-, Kühlschrank oder Spülmaschine Elektrogeräte ausgewählt werden, die mit der Energieeffizienzklasse A für besonders niedrigen Verbrauch ausgezeichnet sind.

Wer Spülmaschinen direkt an die Warmwasserleitungen anschließt, kann zudem auf das kostenintensive Aufheizen des Wassers verzichten – und spart so ebenfalls Energie. Und: Geschirrspüler nie halbleer laufen lassen! Werden die Maschinen auch noch mit umweltschonenden, phosphat- und chlorfreien Mitteln befüllt, fällt der Beitrag zum Klimaschutz doppelt so hoch aus. Bei Kochgeräten macht sich der Betrieb mit Gas statt Strom positiv in der Energiebilanz bemerkbar.

Klimaschutz hat viel mit Müllvermeidung zu tun. Denn wo von vorneherein der Müllberg reduziert wird, muss dieser auch nicht entsorgt werden. Bewährt hat sich hier, schon beim Einkauf auf Pfandflaschen und recyclebare Behältnisse zu achten und weitgehend auf Portionsbehältnisse zu verzichten. Noch besser: gleich zu Großgebinden greifen, Waren ohne Verpackung kaufen oder die Lieferanten zur Rücknahme von Verpackungen verpflichten.

Weitere Informationen:
Lebensmittel- und Biosiegel:
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Transfair: Fairtrade
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster GEPA - The Fair Trade Company
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Bioland - Verband für organisch-biologischen Landbau
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Biosiegel

Spül- und Reinigungsmittel:
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterTipps des Umweltbundesamtes

Elektrogeräte:
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Energieagentur Berlin: Datenbank für Energiesparende Geräte
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Umweltbundesamt: Tipps Wasch- und Reinigungsmittel