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Heizung und Warmwasser machen 87 % des Energiebedarfs von Privathaushalten aus. Auch in Sportstätten lassen sich durch Einsparungen an Heizenergie erhebliche Mengen an CO2 und Geld sparen. Heizkessel, die älter als 20 Jahre sind, sollten ganz ersetzt werden. Bei der Anschaffung einer neuen, klimafreundlichen Heizanlage hat der Betreiber einer Sportstätte verschiedene Möglichkeiten.

Blockheizkraftwerke arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung. Sie verbrennen Öl oder Gas und erzeugen damit Strom und Wärme zugleich. Sie erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 90 % und sind in der kleinsten Ausführung nicht größer als eine Waschmaschine. Sie eignen sich besonders für Sportstätten mit Ganztagsbetrieb wie etwa Fitnessstudios.

Brennwertkessel haben deutlich höhere Nutzungsgrade als Niedertemperaturkessel, da sie neben der Wärme, die im Verbrennungsprozess entsteht, auch die Wärme aus den Abgasen nutzen.

Solarthermische Anlagen eignen sich als Ergänzung zu anderen Heizsystemen. Die Sonneneinstrahlung, die auf die Kollektoren trifft, erhitzt eine Wärme leitende Flüssigkeit. Die Wärme wird über einen Wärmetauscher auf den Warmwasserspeicher oder das Heizungssystem übertragen.  In Sommermonaten können Solaranlagen oft die gesamte Warmwasserbereitung leisten.

Weitere ökologisch sinnvolle Heizsysteme sind Holzpelletheizungen, in deren Kessel trockene und saubere Presslinge aus Hobel- und Sägespänen verfeuert werden, oder Wärmepumpen, die sich Sonnenwärme aus Luft, Boden und Grundwasser zunutze machen.

Kommt eine neue Heizanlage nicht in Frage, lohnt es sich, durch Änderungen des Alltagsverhaltens den Energiebedarf zu reduzieren. Eine einfache Möglichkeit: die vorhandene Heizungssteuerung auf den tatsächlichen Betrieb einzustellen und die „Nachtabsenkung“ an nutzungsfreien Tagen durchgehend in Betrieb zu lassen.

Es lohnt sich ebenfalls, die Heizkörper oder den Thermostat herunterzudrehen. Pro Grad Raumtemperatur weniger werden bis zu 6 % Heizkosten gespart. Selten genutzte Räume sollten auf kleiner Stufe mit beheizt werden, da es mehr Energie kostet, einen völlig ausgekühlten Raum wieder voll zu beheizen.

Auch bei Investitionen in eine Heizanlage gibt es natürlich Fördermöglichkeiten von Bund und Ländern.

Hier finden Sie Beratungsangebote und Ansprechpartner der Landessportbünde.

Weitere Informationen:
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Internetportal www.sportstaetten.info des Landessportbundes Hessen
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Deutsche Energie-Agentur: Förderung und Finanzierung
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Umweltbundesamt: Ratgeber „Heizen mit Holz“