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Viele Sportstätten haben einen hohen Wasserverbrauch, vor allem durch Duschen und die Grünflächenbewässerung. Wasser sparen heißt auch Energie sparen. Nicht nur die Bereitstellung und Entsorgung durch die Versorgerunternehmen verbraucht Strom und produziert damit CO2. Das Wasser muss auch erhitzt werden und das kostet Heizenergie.

Durch den Einsatz wassersparender Armaturen wie etwa Einhand-Mischbatterien, Thermostatbatterien, Sensortechnik, Durchflussbegrenzern oder –konstanthaltern kann bis zu 50 % des Duschwassers gespart werden. Auch zu herkömmlichen WC-Spülungen gibt es viele Alternativen, z.B. Spül/Stopptasten. In Sportanlangen mit Küchen oder einem Schankthekenbereich kann mit sparsamen Geschirrspülmaschinen der Wasserverbrauch ebenfalls um die Hälfte reduziert werden. Einer der wichtigsten Einsparungswege ist das Alltagsverhalten der Nutzer der Sportstätten. Das Duschwasser während des Einseifens abzudrehen und beim Gläserspülen weniger Wasser zu verwenden, macht sich ebenfalls bei den Betriebskosten der Sportstätte bemerkbar.

Da das Wasser nicht in allen Bereichen der Sportstätte Trinkwasserqualität haben muss, kann sich der Einsatz von Regen- oder Brauchwasser für WC-Spülungen oder Grünflächenbewässerung lohnen. In speziellen Tanks wird das Regenwasser bzw. Abwasser der Duschen gesammelt, unter Umständen aufbereitet und anschließend wiederverwertet. So kann nicht nur der Trinkwasserverbrauch, sondern auch die Abwassermenge gesenkt werden.

Sinkt der allgemeine Wasserverbrauch, sinkt natürlich ebenso der Energieverbrauch zur Wassererwärmung. Letzterer kann auch durch andere Maßnahmen reduziert werden. Solarthermische Anlagen ergänzen beispielsweise herkömmliche Heizanlagen im Winter, während sie im Sommer oft alleine für die nötige Heizenergie sorgen. Ob sich eine Solaranlage lohnt, kann man durch eine Verrechnung mit der Auslastung, dem Warmwasserverbrauch und der eventuellen Sommerpause der Sportstätte ermitteln. In größeren Sportanlagen sind Blockheizkraftwerke oft die effizienteste Variante. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterHeizung.

Sportstättenbetreiber, die die vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen möchten, sollten sich mit den Öko-Check-Beratern des jeweiligen Landessportbundes in Verbindung setzen. Die Einschätzung eines Experten ist bei den hier vorgestellten, meist kostenintensiven Maßnahmen sinnvoll, da sich für verschiedene Sportstätten verschiedene Umsetzungen eignen.

Hier finden Sie Beratungsangebote und Ansprechpartner der Landessportbünde.


Weitere Informationen:
Landessportbund Hessen (1998): Zukunftsorientierte Sportstättenentwicklung – Band 4: Wassereinsparung in Sportanlagen, Frankfurt a.M.
bestellbar unter Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.sportstaetten.info

Internetportal www.sportstaetten.info des Landessportbundes Hessen