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Rund 150 Sportgroßveranstaltungen finden pro Jahr in Deutschland statt; sie locken zusammen genommen 25 bis 30 Millionen Besucher und Besucherinnen an. Eine Größenordnung, bei der sich die CO2-Emissionen mit einem bewussten „Ja“ zum Klimaschutz deutlich reduzieren lassen.

Schon bei Einkauf und Zubereitung der Speisen lässt sich einiges für den Klimaschutz tun – ohne, dass dies Kosten verursachen muss. Einweg-Plastikgeschirr und -besteck beispielsweise lässt sich problemlos durch Mehrweggeschirr ersetzen. Die bei Großevents anfallenden Müllberge werden dadurch deutlich reduziert, und das hilft auch dem Klima. Auch an manch anderer Stelle lässt sich auf überflüssige Verpackungen verzichten. Würstchen können statt mit Pappschale im Brötchen ausgegeben werden; Pommes frites oder andere Speisen in der essbaren Waffelschale. Vorportionierte Ketchup- und Senftütchen oder Kondensmilchbecher lassen sich durch Spender ersetzen. Bei der Sportlerverpflegung ist Obst eine ideale verpackungsfreie Alternative.

Sportlern und Besuchern eine gesunde, sogar vollwertige Küche anzubieten, ist auch im Cateringbereich längst Usus. Wer hier zu mit dem Bio-Siegel ausgezeichneten Lebensmitteln greift, tut nicht nur seinen Gästen Gutes, sondern auch dem Klima. Denn durch den Verzicht auf synthetische und chemische Dünger entsteht bei der Produktion von Bio-Produkten weniger CO2. Dabei muss „Bio“ nicht einmal mehr kosten. Schließlich bieten mittlerweile fast alle Discounter eigene Bio-Produktreihen an. Einen Beitrag zum Klimaschutz leistet auch, wer bei der Speiseplanung möglichst auf regionale und saisonale Produkte zurückgreift. Diese haben nicht nur den Vorteil kürzerer Transportwege, sondern auch den höherer Transparenz hinsichtlich Herstellung und Produktion. Ebenso sollte beim Einkauf von Fleisch, Milchprodukten und Eiern auf eine artgerechte Haltung geachtet werden. Darüber hinaus können mit dem „Fairtrade“-Siegel ausgewiesene Produkte eingesetzt werden, denn der Erlös aus dem „fairen Handel“ wird in den Herkunftsländern immer öfter für Klimaschutzprojekte eingesetzt.

Bei Großevents fallen Unmengen schmutziges Geschirr an. Um dieses möglichst energieeffizient und klimaschonend zu reinigen, sollten bereits beim Kauf einer Spülmaschine ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse A ausgewählt werden. Sie empfiehlt sich auch für andere Elektrogeräte wie Herd, Gefrier-, oder Kühlschrank. Wer Spülmaschinen direkt an die Warmwasserleitungen anschließt, kann zudem auf das Aufheizen des Wassers verzichten – und spart so ebenfalls Energie. Und: Geschirrspüler nie halbleer laufen lassen!

Werden die Maschinen auch noch mit umweltschonenden, phosphat- und chlorfreien Mitteln befüllt, fällt der Beitrag zum Klimaschutz doppelt so hoch aus. Bei Kochgeräten ist Gas, da deutlich sparsamer, dem Betrieb mit Strom vorzuziehen. Wenn möglich: alte, mit FCKW-kühlende Kühlschränke durch klimafreundlichere Modelle ersetzen!

Weitere Informationen:
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Leitfaden für umweltfreundliche Sportgroßveranstaltungen

Lebensmittel- und Biosiegel:
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Transfair: Fairtrade
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster GEPA - The Fair Trade Company
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Bioland - Verband für organisch-biologischen Landbau
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Biosiegel

Spül- und Reinigungsmittel:
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Tipps des Umweltbundesamtes

Elektrogeräte:
 Energieagentur Berlin: Datenbank für Energiesparende Geräte
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Umweltbundesamt: Tipps Wasch- und Reinigungsmittel