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Sportlerinnen und Sportler, Zuschauerinnen und Zuschauer – alle müssen einen Weg zum Veranstaltungsort zurücklegen. Im Jahr 2005 haben die 25,6 Millionen Besucherinnen und Besucher der großen Sportveranstaltungen bei der An- und Abreise 210.000 Tonnen CO2 produziert, bei den rund 500.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen waren es immerhin noch 60.000 Tonnen. Der Verkehr macht 95 % der gesamten CO2-Emissionen der Sportveranstaltungen aus. Hier ist damit auch das Potenzial zur Einsparung am größten.

Öffentliche Verkehrsmittel sind bei längeren Anreisewegen die klimafreundlichste Möglichkeit. Die Bahn kooperiert mit Vereinen verschiedener Disziplinen und bietet den Fans eine große Auswahl an Ermäßigungen, Sonderzügen und anderen Specials. Auch die meisten lokalen Nahverkehrsgesellschaften bieten beispielsweise Sonderfahrten zu Veranstaltungen oder Kombitickets für Eintritt und Anfahrt an. Es lohnt sich also, sich beim örtlichen Verkehrsunternehmen zu erkundigen.

Wer auf sein Auto nicht verzichten kann, kann wenn möglich eine Fahrgemeinschaft bilden oder über eine Mitfahrzentrale Mitfahrer suchen. Auf einer Strecke von 20 km werden bereits 14 kg CO2 gespart, wenn man zu viert statt alleine im Auto sitzt. Mit jedem Auto, das in der Garage bleibt, wird das Klima geschont. Mittlerweile gibt es sogar für einzelne Sportarten spezielle Portale, die Mitfahrgelegenheiten zu Bundesligaspielen oder Skigebieten vermitteln.

Auch für Bahnreisen gibt es eigene Mitfahrzentralen. Die Gruppentickets und Mitfahrer-Rabatte der Bahn machen diese Form der gemeinsamen Reise ebenfalls oft deutlich günstiger als eine Fahrt im eigenen Auto. Wer alleine zu einem Auswärtsspiel fährt und über eine der Sportmitfahrzentralen einen Fahrer oder Mitfahrer findet, kann sich das Spiel in Gesellschaft ansehen und hat im besten Fall vielleicht einen Reisepartner für zukünftige Spiele gefunden.

Carsharing ist genau wie Fahrgemeinschaften eine Möglichkeit, die CO2-Belastung durch den Autoverkehr zu reduzieren. In über 270 deutschen Städten gibt es heute Carsharing-Anbieter. Gegen einen geringen Jahres- oder Monatsbeitrag kann man einen Wagen reservieren, holt ihn am nächstgelegenen Stellplatz ab und bringt ihn nach der Fahrt wieder dorthin zurück. Die Fahrten werden monatlich nach dem jeweiligen Tarif des Anbieters abgerechnet.

Bei internationalen Veranstaltungen entstehen die meisten Treibhausgase natürlich durch die Flugreisen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen und Gäste. Wenn sich ein Flug nicht vermeiden lässt, kann der dadurch entstandene Klimaschaden über eine der Kompensierungsagenturen ausgeglichen werden. Dazu wird ein Geldbetrag an ein Projekt gespendet, das die gleiche Menge an CO2 >>> vermeidet, die bei der Flugreise entstanden ist.

Weitere Informationen unter dem Stichwort Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterMobilität.

Weitere Informationen:
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Leitfaden für umweltfreundliche Sportgroßveranstaltungen
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Umweltbundesamt: Daten zum Verkehr 2009