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Auf einer Sportgroßveranstaltung fallen im Durchschnitt 19 Tonnen Abfall an – das sind etwa 200 Gramm pro Besucherin oder Besucher. Der Abfall steht in der öffentlichen Diskussion um die Umweltauswirkungen von Veranstaltungen häufig im Vordergrund, da die Müllmengen auf dem Gelände im Gegensatz zu den CO2-Emissionen deutlich sichtbar sind.

Ein sinnvolles Abfallmanagement ist allerdings eng mit dem Klimaschutz verbunden. Die Herstellung von Verpackungen sowie die Entsorgung verschiedener Abfälle verursacht Treibhausgase. Die wichtigsten Bausteine des Abfallmanagements sind die Müllvermeidung, die konsequente Mülltrennung sowie Mehrwegsysteme und Recycling.

Abfall vermeiden lässt sich in allen Bereichen der Veranstaltung. Bei Speisen und Getränken kann man einen Großteil der Verpackungen einsparen: essbare Waffelschalen statt Plastikteller, Ketchup- und Senfspender statt Einzeltütchen, Milchkannen statt Kaffeesahnepäckchen. Für Softdrinks eignen sich Mischbatterien und Bierfässer können –flaschen ersetzen. Auch in den sanitären Anlagen sparen Handtuchrollen statt Papiertüchern große Mengen Abfall ein. Beim Einkauf am besten offene Waren ohne Verpackung oder Großgebinde bestellen, Flyer und Give-Aways nur in Maßen verteilen. Bei konsequenter Abfallvermeidung kann eventuell auf eine Mülltrennung sogar verzichtet werden.

In den meisten Fällen ist es allerdings nötig, die verschiedenen Abfallsorten zu trennen. In so genannten Wertstoffinseln kann für Papier, Leichtverpackung, Glas und Restmüll jeweils ein eigener Behälter bereitgestellt werden – so können Besucherinnen und Besucher trotzdem alles bequem an einem Ort entsorgen. Backstage im Küchen- und Organisationsbereich ist die Mülltrennung obligatorisch und muss differenzierter sein, weil hier spezielle Abfälle anfallen wie zum Beispiel der Biomüll. Separat gesammelt werden müssen Fette und Öle sowie Problemstoffe wie Motorenöl, Batterien, Farbreste und medizinische Produkte. Eine sorgfältige Abfalltrennung ist die Grundvoraussetzung für die Wiederverwertbarkeit von Abfällen – ein weiterer Baustein des Abfallmanagements.

Mehrweg statt Einweg – das sollte das Motto jeder Sportveranstaltung sein. Das gilt besonders für Becher, Geschirr und Besteck, da hier große Mengen an Material zum Einsatz kommen. Ist ein Mehrwegsystem, zum Beispiel bei Marathonläufen, nicht möglich, ist wiederum eine konsequente Abfalltrennung notwendig. Auch Lieferanten sollten Mehrwegbehältnisse bereitstellen, andernfalls sollten sie sich zur Rücknahme der Verpackungen verpflichten. Wer Mehrwegsysteme einsetzt, senkt so die Kosten für die Beschaffung, die Reinigung von Straßen und Plätzen, die Abfuhr und die Entsorgung von Abfällen.

Weitere Informationen:
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 Der Grüne Punkt: Abfallentsorgung