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Am Anfang jeder Planung einer sportlichen Veranstaltung steht die Frage nach dem Wo. Ob Sporthalle, Stadion oder Rennstrecke: meistens findet ein Event in bestehenden Sportstätten statt. Kriterien für die Entscheidung sind Größe, Häufigkeit, Zuschauerzahlen, Dauer und Zeitraum der Veranstaltung. Doch auch die Klimaverträglichkeit eines Standortes sollte man in die Überlegungen mit einbeziehen. Neben Umweltaspekten wie Natur- und Lärmschutz steht hier die Verkehrsanbindung im Vordergrund. Der Verkehr ist für über 90 % der Treibhausgase der Sportgroßveranstaltungen verantwortlich.

Der Ort sollte gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, damit der CO2-Ausstoß der Anreisenden möglichst gering gehalten wird. Auf Flyern oder der Internetseite des Veranstalters können die nahegelegenen Haltestellen und Fahrpläne ausgeschrieben werden, damit Besucherinnen und Besucher die Anreise von Anfang an in der Planung berücksichtigen können. Kooperationen mit örtlichen Verkehrsgesellschaften, z.B. Sonderzüge, Shuttlebusse oder Kombitickets erhöhen die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel deutlich. Fahrrad- und Fußwege sollten gut ausgebaut und beleuchtet sein und der Sportstättenbetreiber sollte eine ausreichende Anzahl an sicheren Fahrradstellplätzen zur Verfügung stellen.

Doch auch eine sinnvolle Organisation der PKW-Anreisen ist wichtig. Ein Park + Ride-Angebot in der näheren Umgebung, das sich an das öffentliche Verkehrsnetz anschließt, entlastet das Gebiet der Sportstätte vom Verkehrsaufkommen, Lärm und Abgasen. Besucherinnen und Besucher, die dennoch mit dem Auto anreisen, sollten in einem Wegeleitsystem möglichst gezielt zu freien Parkplätzen gelenkt werden. So können unnötige Fahrten um das Gelände vermieden werden.

Wenn eine neue Anlage für eine oder mehrere Veranstaltung gebaut werden soll, ist der Spielraum für den Klimaschutz natürlich am größten. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Sanieren und Bauen. Vor dem Bau muss klar sein, wie die Anlage nach der Veranstaltung weiter ökologisch sinnvoll genutzt werden kann. Die Auslastung ist besser, wenn die Sportstätten von mehreren Kommunen gemeinsam gebaut und genutzt werden.

Weitere Informationen:
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterLeitfaden für umweltfreundliche Sportgroßveranstaltungen
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDie Deutsche Bahn und der Sport
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDB Fan-Ecke